Nervensache: DSL Anbieterwechsel

posted: Dienstag, 15. Juni `10 | privates

Knapp 6 Jahre war ich zufriedener Kunde bei Freenet.de. Ende letzten Jahres kam ein Brief ins Haus geflattert, wo mich die Firma 1&1 als neuen Kunden begrüßt. Zum 01.12.2009 wurde Freenet offiziell von 1&1 übernommen. Da in meinem Bekanntenkreis einige Leute arge Probleme mit dieser Firma hatten, kam mir ein Angebot von Vodafone Mitte Januar recht gelegen. Gleiche Geschwindigkeit sowie eine Telefonflat ins Festnetz kosten mich nun 20€. Das macht für mich eine Ersparnis von immerhin 25€ monatlich. Soweit so gut…

Vertraglich war ich noch bis zum 27.05 an 1&1 gebunden. Die Kündigung wurde fristgerecht eingereicht und somit hätte ich theoretisch am 28.05 das DSL von Vodafone nutzen können. Wie gesagt, hätte können…

Das ich mit 48 Stunden Zwangspause leben müsste, wurde mir schon in der Auftragsbestätigung mitgeteilt. Aber nachdem am 31.05 meine neue Easy-Box 602 immer noch kein DSL durchlassen wollte, machte ich mir schon langsam Sorgen. Wollte ich doch ursprünglich weg von 1&1, da dieses Unternehmen in meinem Bekanntenkreis keinen positiven Eindruck hinterlassen hat und dann sowas. Nun wurde es Zeit, das der Support von Vodafone zeigt, wie man einen langjährigen, zufriedenen Kunden glücklich macht. Nachdem ich dem ersten Berater mein Problem telefonisch geschildert hatte, prüfte er per Ferndiagnose die Leitung auf eventuelle Störungen, konnte aber nicht feststellen. Im weiteren Gesprächsverlauf konnten wir das Problem auch nicht lösen. Er hat dann ein Ticket eröffnet, und es an die Abteilung Technik weitergeleitet. Zwei Tage später hatte sich schon der Telekom Techniker angemeldet, um meine Leitung vor Ort zu prüfen. Dabei stellte sich raus, dass meine Telefondose ein Defekt hatte, und deswegen ausgetauscht wurde. Laut seinem Prüfgerät lag nun DSL an. Voller Euphorie schloss ich die Easy-Box an, und wurde bitter enttäuscht. Die DSL Leuchte blinkte immer noch im falschen Takt und Farbe – sprich, kein DSL.

Okay, nun war mir schon klar das der Defekt höchstwahrscheinlich an der Box liegt. Wieder wendete ich mich an den freundlichen Support von Vodafone. Neue Problemlage dargelegt und eine Lösung gesucht. Während des Telefonats kam ich darauf, meinen alten Router einfach mal anzuschließen, um zu schauen ob dort die DSL Leuchte dauerhaft an ist. Und siehe da, mit meinem alten T-Sinus DSL 154 hat es tatsächlich geklappt.  - Also muss die Easy-Box ausgetauscht werden.

So, nun wollte ich meine neuen Zugangsdaten noch im Router eingeben. Zugangsdaten? Benutzername? Passwort? Hab ich ja gar nicht, fiel mir ein. Bei den Boxen bekommt man einen Installationscode mitgeliefert, mit dem dann die Box automatisch konfiguriert wird. Wieder den Support kontaktiert. Ohne Probleme wurden mir dort die jeweiligen Daten gegeben. Nachdem ich diese eingetragen hatte, war ich immer noch nicht online. Die gute Dame von der Hotline hat wohl vergessen zu erwähnen, dass vor den Benutzernamen eine Kennung eingeben werden muss.

Für den Fall, das Vodafone die Leitung von der Telekom nur angemietet hat, und man aber einen anderen Router benutzen möchte als z.B. die Easy-Box, müssen die Zugangsdaten nach folgendem Muster eingeben werden:

Benutzername: vodafone.komplett/benutzername (vb1234567890)

Am 12.06. kam auch schon die neue Easy-Box. Angeschlossen, konfiguriert und Spaß am Internet  innerhalb 5 Minutern.

Fazit: Im großen und ganzem ging dieser Anbieterwechsel reibungslos über die Bühne. Aus meinem Bekanntenkreis weis ich, das ein DSL Umzug bei 1&1 schon gut und gerne mal 5 Monate dauern kann. In dieser Zeit stand ihnen weder Festnetz noch Internet zur Verfügung.  Schnelle Kundenorientierte Lösungen sucht man dort leider vergebens. Ganz im Gegensatz zu Vodafone, wo man wirklich das Gefühl hatte, das einem schnell und professionell geholfen wird.





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